Mit Ihnen ehren wir heute einen Vordenker für Umwelt- und Klimaschutz. Und einen Transformationsgestalter, der die Menschen sozial verträglich und gerecht in ein Zeitalter der Nachhaltigkeit führen will.
Sie haben Wirtschafts- und Sozialwissenschaften studiert und anschließend promoviert.
Ihr beruflicher Weg führte Sie über die Stadt Augsburg und die Universität Essen zur Evangelischen Akademie Tutzing.
Dort haben Sie von 1984 an für über 30 Jahre Ihre berufliche Heimat gefunden! Zunächst als Studienleiter für „Wirtschaft“, ab 1997 für „Wirtschaft und nachhaltige Entwicklung“.
Eine beeindruckend lange Zeit bei einer der bedeutendsten Denkwerkstätten in Deutschland. Aber damit nicht genug. Seit dem Eintritt in den Ruhestand2015 arbeiten Sie als freier Mitarbeiter weiter für die Akademie!
Insgesamt engagieren Sie sich mittlerweile seit über vier Jahrzehnten in den Bereichen nachhaltige Entwicklung, Umweltpolitik sowie Zeit-und Wirtschaftsethik.
Zu Ihren besonderen Verdiensten zählt es, zukunftsweisende Umwelt-und Nachhaltigkeitsthemen wissenschaftlich, bildungspolitisch und gesellschaftlich zuvermitteln!
Sie haben mehr als 400 Tagungen,Symposien und Projekte angestoßen oder maßgeblich geprägt. Die Themen reichen von Zeitökologie und institutioneller Nachhaltigkeit über postfossile Mobilität bis hin zur öko-sozialen Transformation.
Zu Ihren bekanntesten Initiativen zählt die Tutzinger Erklärung zur umweltorientierten Unternehmenspolitik aus dem Jahr 1988.
Auch bei etlichen Aktivitäten zum Schutz unserer Böden und zur Mobilität von morgen hatten Sie eine führende Rolle inne.
Von 1992 bis 1994 waren Sie Mitglied der Bundestags-Enquete-Kommission „Schutz des Menschen und der Umwelt“.
Charakteristikum Ihrer Arbeit war immer, gesellschaftlich relevante Themenauszuwählen,frühzeitig Problemewahrzunehmen und gezielt nachhaltige Netzwerkeaufzubauen.
So haben Ihre Tagungen einst wichtige Gespräche über die geplante Wiederaufbereitungsanlage Wackersdorf ermöglicht.
Eine besondere Bedeutung hatten auch Ihre Kooperationen mit japanischen Umweltinitiativen, vor allem nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima.
All dem fügen Sie erstklassigepersönliche Qualitäten hinzu, wie etwa Ihre klare Zielordnung, Ihre Fähigkeit zum Perspektivwechsel sowie Ihr hohes Maß an Intelligenz und Empathie.
Lieber Herr Dr. Held, unser Land kann dankbar für jemanden wie Sie sein! Für einen Pionier einer neuen Wirtschaftsordnung, die ökologische und soziale Gerechtigkeit verbindet.
Mit Ihrem Engagement füllen Sie das Prinzip „Global denken – lokal handeln“ wunderbar mit Leben. Das hat auch Ihre Ausstellung genau hierim Ortsmuseum eindrucksvoll gezeigt.
IhrLebenswerk ist wegweisend! Heute erfährt es eine weitere, ganz besondere Anerkennung.
Es ist mir eine große Ehre und Freude, Ihnen das Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland zu überreichen.