Glauber: 3 Millionen für 100 Moore
Moorschutzprojekt für die Inngletscher Moore in Ebersberg
Pressemitteilung Nr. 56/26
Der Moorschutz in Bayern wird weiter gestärkt. Rund drei Millionen Euro vom Freistaat und der EU fließen in den kommenden drei Jahren in das Moorschutzprojekt "Ebersberger Inngletscher Moore". Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber betonte heute bei der offiziellen Förderscheckübergabe in den Gutterstätter Streuwiesen: "Moore sind ökologische Multitalente und unverzichtbare Klimaschützer. Die rund 100 Moore im Landkreis Ebersberg sind ein einzigartiger Natur- und Klimaschatz. Sie bieten bedrohten Tier- und Pflanzenarten wertvolle Lebensräume und speichern gleichzeitig große Mengen Kohlenstoff. Gemeinsam mit der EU investieren wir deshalb rund drei Millionen Euro in die Wiedervernässung und Sicherung dieser wertvollen Moorlandschaften. Jeder Euro für den Moorschutz ist gut investiertes Geld. Unser Ziel ist klar: Wir wollen Moorböden renaturieren, die natürliche Wasserhaltefunktion stärken und einzigartige Lebensräume dauerhaft erhalten. Das ist aktiver Klima- und Naturschutz vor Ort."
Robert Niedergesäß, Landrat des Landkreises Ebersberg, betonte: "Mit dem Moorschutzprojekt setzen wir ein starkes Zeichen für die nachhaltige Entwicklung unseres Landkreises. Die Wiedervernässung der Moore verbindet Klimaschutz, Artenvielfalt und den verantwortungsvollen Umgang mit unserer Landschaft auf ganz konkrete Weise. Besonders wichtig ist mir, dass wir dieses Vorhaben gemeinsam und kooperativ mit den Kommunen, den Flächeneigentümern, den umliegenden Landwirten sowie vielen engagierten Partnern in der Region umsetzen. So entsteht ein langfristiger Mehrwert für Natur, Landwirtschaft und die Menschen im Landkreis Ebersberg."
Das Moorschutzprojekt "Ebersberger Inngletscher Moore" läuft vom 6. November 2025 bis zum 31. Dezember 2028. Projektträger ist der Landkreis Ebersberg gemeinsam mit dem Landschaftspflegeverband Ebersberg e. V. Das Gesamtvolumen des Projekts beträgt rund drei Millionen Euro und wird zu 60 Prozent aus Mitteln des Bayerische Umweltministeriums und zu 40 Prozent aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) gefördert.
Im Fokus des Projekts stehen die rund 100 Hoch-, Übergangs- und Niedermoore im südlichen Landkreis Ebersberg. Ziel des Projekts ist eine schnelle und wirksame Wiedervernässung der Moorstandorte, um, Treibhausgasemissionen zu reduzieren und wertvolle Feuchtbiotope dauerhaft zu sichern. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den vier Hauptmooren: dem Brucker Moos in den Gemeinden Aßling, Baiern und Bruck, den Katzenreuther Filzen im Stadtgebiet Grafing, den Frauenneuhartinger Filzen in der Gemeinde Frauenneuharting sowie den Gutterstätter Streuwiesen in den Gemeinden Bruck und Moosach.
Zu den Kernmaßnahmen gehören die Wiederherstellung natürlicher Wasserstände, die Sicherung hydrologisch zusammenhängender Flächen und die ökologische Aufwertung bestehender Moorlebensräume. Darüber hinaus sollen wichtige Trittsteinbiotope für gefährdete Arten wie Kreuzotter und Wiesenbrüter gestärkt werden. Das Projekt verfolgt einen ökosystembasierten Ansatz der Moorrenaturierung. Gleichzeitig leistet es einen Beitrag zum Ausbau der Grünen Infrastruktur in der Region und stärkt natürliche Ökosystemleistungen wie Wasserrückhalt, Klimaschutz und Biodiversität.
Weitere Informationen gibt es unter https://www.lra-ebe.de/landkreis/naturschutz-landschaftspflege/?moorschutz&orga=50861b9c8bcf26d5f3f34e0bde04292c
