Glauber: Private Altersvorsorge stärken
Staatliches Standard-Depot rasch auf den Markt bringen
Pressemitteilung Nr. 67/26
Bayern setzt sich weiterhin für eine renditestarke und zuverlässige private Altersvorsorge für alle ein. Ein Standard-Depot, das von einer öffentlichen Institution aufgelegt wird, soll besonders Vertrauen schaffen und mehr Menschen zur richtigen Geldanlage für das Alter motivieren. Bayerns Verbraucherschutzminister Thorsten Glauber betonte im Vorfeld der Verbraucherschutzministerkonferenz am 19. Juni in Potsdam: "Wir brauchen ein staatliches Standard-Depot, das günstig und verlässlich für eine gute Rendite im Alter sorgt – jetzt und nicht erst in ein paar Jahren. Eine zukunftsfähige zusätzliche private Altersvorsorge ist wichtiger denn je. Wir müssen jetzt die Weichen stellen, dass Verbraucherinnen und Verbraucher ihr Geld in die richtigen Altersvorsorgeprodukte stecken. Unser Ziel ist es, Menschen, die bisher wenig Erfahrung mit Geldanlagen haben, für kapitalmarktgestützte Altersvorsorgeprodukte, wie etwa ETFs, zu gewinnen. Ein Altersvorsorgedepot in öffentlicher Trägerschaft kann sich als besonders vertrauenswürdig auf dem Markt etablieren. Das angebotene Produkt soll dazu vor allem im Bereich der Risikodiversifizierung besser sein als der gesetzliche Mindeststandard."
Bayern fordert daher in der diesjährigen Verbraucherschutzministerkonferenz den Bund dazu auf, rasch ein Standard-Altersvorsorgeprodukt in öffentlicher Trägerschaft auf den Markt zu bringen. Nachdem der Bundesrat auf einen bayerischen Antrag hin sich Anfang des Jahres für ein Altersvorsorge-Depot in öffentlicher Trägerschaft ausgesprochen und der Bundestag dieses Anliegen im Gesetz zur Reform der staatlich geförderten Altersvorsorge umgesetzt hat, muss nun der Bund eine entsprechende Verordnung erlassen und die weitere Umsetzung in die Wege leiten. Zudem soll der Bund unter Einbeziehung der Länder frühzeitig eine Informations- und Aufklärungskampagne zu den neuen Möglichkeiten der staatlich geförderten privaten Altersvorsorge durchführen. Mit seiner Vorlage zur Verbraucherschutzministerkonferenz macht sich das Bayerische Verbraucherschutzministerium neben der optimalen Risikoverteilung der angelegten Gelder auch für flexible Auszahlungsmodalitäten und eine Verknüpfung mit der Frühstart-Rente stark.
Im Rahmen der Verbraucherschutzministerkonferenz in Potsdam setzt sich Bayern auch für eine bessere Absicherung der Verbraucherinnen und Verbraucher bei hohen und längerfristigen Vorauszahlungen für den Fall ein, dass das Unternehmen insolvent wird. Zudem will der Freistaat Verbraucherrechte bei Versicherungen stärken.
