Glauber: Bayern setzt auf Schutz vor Hitze
Förderrichtlinie zur Unterstützung für Kommunen wird neu aufgelegt
Pressemitteilung Nr. 75/26
Kommunen sind wichtige Partner beim Klimaschutz. Um die Kommunen dabei zu unterstützen, bereitet das Bayerische Umweltministerium aktuell eine Neuauflage der Förderrichtlinie Kommunaler Klimaschutz (KommKlimaFöR 2026) vor. Diese soll noch im Sommer in Kraft treten. Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber betonte dazu in München: "Die Förderrichtlinie Kommunaler Klimaschutz ist eine bayerische Erfolgsgeschichte. Klimaschutz und Klimaanpassung gelingen nur gemeinsam mit den Kommunen. Die Städte, Gemeinden und Landkreise sind zentrale Akteure auf dem Weg zu einem klimaneutralen Bayern. Mit der neuen Förderrichtlinie nehmen wir auch das Thema Hitze in den Fokus. Es werden künftig Projekte gefördert, die einen Beitrag zur Reduktion der Auswirkungen von Hitzeperioden leisten. Hitze ist ein echtes Gesundheitsrisiko für Millionen Menschen. Wir wollen unsere Städte und Gemeinden so gestalten, dass sie die Menschen auch an heißen Tagen schützen." Die KommKlimaFöR wurde im Jahr 2019 aufgelegt, um die Kommunen bei Klimaschutzmaßnahmen und Klimaanpassung vor Ort zu unterstützen. Seit Beginn der Förderrichtlinie wurden insgesamt über 45 Millionen Euro Fördermittel für inzwischen rund 460 kommunale Klimaschutzprojekte bewilligt. Diese Projekte führen pro Jahr zu Einsparungen von rund 11.000 Tonnen CO2.
Zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels werden im neuen Bayerischen Klimaschutzgesetz auch Vorgaben des Bundes zur Klimaanpassung umgesetzt. So wird festgelegt, dass in Bayern Klimaanpassungskonzepte aufgestellt werden, aber nicht für jede Gemeinde ein eigenes Klimaanpassungskonzept erstellt werden muss. Der Fokus liegt auf den 25 kreisfreien Städten und den 71 Landkreisen. Die Klimaanpassungskonzepte sollen ab 1. Januar 2028 zentral durch die Bezirksregierungen erstellt werden. Das schafft Synergieeffekte, stellt die Kommunen nicht vor neue Aufgaben und schafft keine neuen Kosten.
Um den Klimaschutz und die Klimaanpassung in den Kommunen voranzutreiben, sieht das Bayerische Umweltministerium auch den Bund in der Pflicht. "Wir fordern seit Langem vom Bund, die Länder mit mindestens 25 Prozent an den Einnahmen aus der CO2-Bepreisung zu beteiligen. Diese Einnahmen sollen dann an die Kommunen gehen, um Klimaschutzmaßnahmen vor Ort fördern zu können", betont Glauber.
